Leben und Lieben
Philosophische Betrachtungen
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Leseprobe

Wenn du mich liebst, sei gut zu dir.

Wenn du mich liebst, gib auf dich acht,

denn ohne dich zu leben ist

mein schlimmster Alptraum in der Nacht.

 

Wenn du mich liebst, werde sorglos älter.

Wenn du mich liebst, sei der du bist.

Ärger und auch Sorgenfalten

werden von mir weggeküsst.

 

Wenn du mich liebst, lieb deine Schwächen.

Wenn du mich liebst, sei auch mal klein,

denn Liebe macht nicht blind, nur sehend

kann ich dein Beschützer sein.

 

 

 

Du sagst, du liebst Blumen

und züchtest sie.

Du sagst, du liebst Tiere

und dressierst sie.

Du sagst,du liebst mich

und ich bekomme Angst.

 

Leseprobe aus Himmel und Hölle, Spielarten der Liebe

 

  

Dunkle, warme Hülle,

schwerelos schwebend geborgen.

Allmähliche Enge treibt uns hinaus,

in kalte Welt.

Der erste Anzug kratzt.

Gewichtige Roben machen wichtig.

Immer noch frierend,

Gewand über Gewand,

sehnen wir uns zurück.

 

 

Lass uns einander Beichtstuhl sein

gemeinsam tragen wir die Last

nie begangener Sünden.

 

Lass uns einander Zuflucht sein-

gemeinsam ruhen wir dann aus

von nie vollbrachten Taten.

 

Lass uns einander Heiler sein-

gemeinsam stillen wir das Blut

nie geschlagener Wunden.

 

Lass uns einander wirklich sein-

gemeinsam rotten wir sie aus,

die vorgestellten Schrecken.

 

 

Leseprobe aus Schrullig und verschroben; der Mensch an und für sich

 

 

 

Du bereitest mit den kleinen Tod.

Verzehrendes Vergnügen.

Vereinte körperliche Not,

harmonisch sanftes Wiegen.

Weit offen, weit und weiter noch,

verschlingend gierig ist der Kuss.

Verströmt, vergossen,zart und doch

befremdend bald der Schluss.

Erfülltes  Auseinandergehen,

der Puls dem Tode nah.

Kurz, nur kurz, und doch verstehen,

ich war grad dort, wo ich schon war.

 

 

 

Großvater

 

Ich war noch ein Kind,

da versprach er mir:

Einen Platz im Himmel reservier ich dir.

Er war schon sehr alt

und ergraut war sein Haar,jung und strahlend die Augen,

sobald er mich sah.

 

Gepflückte Blumen in Kinderhand,

ein letztes Geschenk,

als sein Sarg vor mir stand.

Auf Zehenspitzen zu Kränzen gelegt.

Schwarz und stumm die Großen,

von Trauer bewegt.

 

Doch mir stand das Glück im Kindergesicht,

wohl wissend, das Versprechen

vergisst er nicht.

Verständnislos starrten die Großen mich  an.

Es gibt Dinge, die nur ein Kind wissen kann.

 

 

Aus Leben und Tod. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben

 

 

 

 

Clara war ein liebes Ding.

Ein kunterbunter Schmetterling,

ein Falter, wirklich wunderschön

und viele Menschen blieben stehn

beim Anblick ihrer Farbenpracht.

Genau darin lag ihre Macht.

Sie tat nicht viel, sie war nur da.

Erweckte Staunen und sogar

ein wenig Glück für kurze Zeit.

Im Herzen blieb die Heiterkeit,

bei jedem, der sie je entdeckt.

Welcher Trost in kleinen Dingen steckt.

 

 

 

Nashorn Willi murrt am Tag,

was daran liegt, dass er nicht mag,

wie schwer und wuchtig er erscheint.

Er wär gern schlank und schmal und träumt,

davon ein Vögelchen zu sein,

ganz leicht und luftig, winzig klein.

Das wär für ihn das wahre Leben,

im Sommerwind dahin zu schweben.

Das Fressen hat er eingestellt,

obwohl ihn großer Hunger quält,

denn wenn man dünn sein will und schön,

dann muss man harte Wege gehn.

Ganz schwach und müd liegt er im Sand.

Sein Vater schimpft:" Welch Unverstand!

Ein Traum ergibt nur einen Sinn,

wenn ich zunächst weiß, wer ich bin.

Dann überlegt man kurze Zeit,

 im Rahmen seiner Möglichkeit,

 setzt sich ein Ziel, das zu errreichen.

Unmöglichkeiten muss man streichen.

Schritt für Schritt geht man es an,

erstrebt nur, was man wirklich kann.

Und nur so, mein lieber Sohn,

erhälst du ganz zum Schluss den Lohn,

ein wahres Nashorn einst zu werden,

wie es kein zweites gibt auf Erden."

 

 

 

Leseprobe aus "Von Ameise bis Zebra; Nachdenkgedichte für Kinder und Eltern.

 

 

Klappentext zu

"Scharfe Zungen schneiden tief"

 

Die Zwänge der Außenwelt treiben uns zu immer größerer Hektik, so dass für die wichtigere Innenwelt keine Zeit übrig zu sein scheint. Spitzfindigkeiten der Erkenntnis, in einem Satz auf den Punkt gebracht, dafür sollte Zeit genug sein.

 

Leseprobe:

Verbeugen kann man sich vor sehr vielen, verneigen nur vor sehr wenigen.

 

Mir scheint, es gibt mehr Intelligenz im Ozean, als an seinen Stränden.

 

Solange wir Ihm die Worte in den Mund legen, wird sich Gott nicht äußern.

 

 

 

Klappentext "Körperund Geist; Wie tickt der Mensch

 

Minutenphilosopien der Selbsterkenntnis.

Nicht in den blauen Dunst hinein, sondern den neuesten Erkenntnissen der Gehirnforschung folgend. Eine kurze Reise in die grauen Gehirnwindungen, die viel farbiger sind als gedacht. 

 

Leseprobe:

 

Mit deinen Ohren muss ich hören,

mit deinen Augen muss ich sehen.

Mit deiner Nase muss ich riechen

mit deinen Beinen muss ich gehen.

In deinem Körper muss ich wohnen

in deinem Kopf richt ich mich ein.

Den Herzschlag muss ich mit dir teilen,

um wirklich ganz bei dir zu sein.

Mein Atemzug muss deinem gleichen,

dein Denken wird von mir gedacht.

Dein Wünschen, Wollen, Träumen, Hoffen

wird zu meinem nur gemacht.

All dieses muss ich wohl beachten,

Bei jedem einzelnen Wort von dir,

erst dann versteh ich wirklich  richtig 

als wäre es ein Teil von mir. 

 

 

 

KLAPPEN-TEXT

CARLOTTA l(i)ebt.

 

Wer bin ich?

Was will ich?

Diee Fragen werden viel zu selten , und , wenn überhaupt, im Angesicht herber Schicksalsschläge gestellt.

Das vorliegende Buch soll im Grunde nichts anderes bewirken, als den Leser zu bewegen, sich diesen Fragen zu stellen und die nur für ihn geltenden Antworten zu finden.

Dieses Buch ist kein Ratgeber,denn allgemein gültige Lebenskonzepte gibt es nicht.

Zum Glück!

 

 

 Am Scheideweg:

Ein lauer, aber stetiger Wind bläst durch den Scheideweg und wirbelt den Anwohnern das bislang funktionierende Lebenkonzept gehörig durcheinander.

Wir halten am Altbewährten fest, obwohl es uns nur Unglück bringt.

Eine kleine Verdrehung der Sichtweise genügt manchmal schon, um aus nicht enden wollenden Unglück, ein kurzes Glück zu machen.

Bei den Anwohnern des Scheideweges hebt sich der Vorhang nur kurz. Wir werfen einen flüchtigen Blick auf deren Schicksale und verlassen sie dann, weil fremdes Unglück nicht unser eigenes ist.

Wir kehren zu unseren Alltagsgeschichten zurück, ohne das Potential einer Änderung auszuschöpfen.

 

 

 

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